Kirche Ludorf


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Die Ludorfer Kirche ist ein für Mecklenburg äußerst ungewöhnlicher Bau – das Oktogon erinnert an das Heilige Grab in Jerusalem. Und so ranken sich denn auch Geschichten um die Entstehung der Kirche aus dem 14. Jahrhundert.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Ludorf erfolgte im Zusammenhang mit der Kirchweihe am 8. Mai 1346. Die Kirche soll jedoch bereits um 1150 durch den vom Kreuzzug heimgekehrten Ritter Wipert von Morin errichtet worden sein, der Anregungen für die Architektur aus dem Orient mitgebracht hatte. Die Weihe von 1346 soll demnach eine Wiedereinweihung gewesen sein. Der Archivar Friedrich Lisch hat jedoch 1860 anhand von Urkunden aufwändig dargelegt, warum dies nicht der Fall sein könne. Wie auch immer: Das Ludorfer Oktogon, wie die Kirche genannt wird, ist in ihrer Architektur äußerst ungewöhnlich.

Zu den Ausstattungsstücken zählen eine Backsteinkanzel von 1855 mit Figuren der vier Evangelisten am Kanzelkorb, sowie ein ebenfalls neugotischer Altar. Älter sind Kabinettscheiben von 1680, die einst zur alten Priborner Kirche gehörten, sowie Leuchter aus den Jahren 1688, 1699 und 1718 und die zweiflügelige, schmiedeeiserne Tür zur Gruft unter der Nordkapelle. Die Gruft wurde 1736 durch den Erbherrn auf Ludorf und Gneve, Adam Levin von Knuth, für sich und seine Gemahlin eingerichtet. Sie enthält heute neun aufwändig verzierte Zinksärge.

Die im Dach der westlichen Vorhalle hängende Glocke wurde 1709 gegossen. Die Orgel von 1854 stammt aus der Werkstatt des renommierten Wittstocker Orgelbauers Friedrich Lütkemüller.

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