Das Schweriner Schloss


  • Baudenkmal

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Es gilt als schönster Landtagssitz in Deutschland: das Schweriner Schloss, jahrhundertelang Residenz der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge und heute Sitz des Landesparlaments von Mecklenburg-Vorpommern. 

Schon vor über 1000 Jahren fanden die slawischen Obodriten, dass die ufernahe Insel im heutigen Schweriner See für eine Burganlage bestens geeignet wäre. Im Winter 941/42 schlugen sie das Holz für den ersten Wall, wie archäologische Grabungen 2014/15 ergaben. Allerdings verwendeten sie viel Weichholz und füllten Zwischenräume mit Torf auf – schon 965 war deshalb ein Neubau notwendig. Immer wieder wurde um- oder angebaut, bis zwischen 1845 und 1857 letztmals gründlich erneuert wurde und das Schloss in seiner heutigen Form entstand. Bauherr war Friedrich Franz II., als Architekten fungierten mit Georg Adolf Demmler, Gottfried Semper, Friedrich August Stüler und Ernst Friedrich Zwirner namhafte Fachleute. Sie nahmen französische Renaissance-Bauten zum Vorbild und ließen ein prächtiges Neorenaissance-Schloss entstehen. Als „Neuschwanstein des Nordens“ zieht es jährlich Tausende von Touristen an und ist Kandidat für das UNESCO-Welterbe.

Das Schloss erfuhr seit 1991 eine umfassende Sanierung, auch die Schlosskirche wurde zwischen 2011 und 2013 aufwändig saniert.

Das Petermännchen – Schwerins Schlossgeist

Er soll sogar Wallenstein in die Flucht geschlagen haben: als der Kriegsherr sich im Schweriner Schloss niederlassen wollte, soll ihn der kleine Kobold derart belästigt haben, dass der Feldherr nach Güstrow umzog. Das Petermännchen war über Jahrhunderte dem Mecklenburger Herrscherhaus wohl gesonnen, was auch erklärt, warum es seit dem Ende der großherzoglichen Herrschaft 1918 nur noch selten gesehen wird. Bis dahin was es in den riesigen Dach- und Kellerräumen heimisch, hielt sich aber auch gern im Schlosspark auf.

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