Sagen von den Zwergen


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In Hamberge lebte einst ein Zwergenvolk. Alte Leute kennen noch Geschichten über die kleinen Burschen. Welche? Hört drei davon selbst!

(1) Die Zwerge in Hamberge bei Grevesmühlen haben einst einem armen Bauern geholfen, der Haus und Hof bei einem Brand verloren hatte. Sie gaben ihm so viel Geld, dass er alles wieder aufbauen konnte. Als Gegenleistung musste er ihnen ein riesiges Feld mit Erbsen aussäen. Sobald die Erbsen reif waren, pflückten die Zwerge sie in nur einer Nacht ab, noch bevor der Hahn krähte.

(2)  Einer der Zwerge im Hamberge hieß Joop. Vom ihm hatte sich ein Bauer oft Geld geliehen. Als der Bauer gut gewirtschaftet hatte, wollte er bei dem Zwerg seine Schulden bezahlen. Er ging zu einem Dornbusch am Fuße der Hamberge, wo der Eingang zum Zwergenreich war, und rief: „Hier ist das Geld!“ Da antwortete eine Stimme aus dem Berg: „Joop is doot! Was du hest von Joop, dat holl tohhoop!“ Der Bauer freute sich, dass er sein Geld behalten konnte, denn eigentlich waren die Zwerge als recht knauserig bekannt.

(3) Joop, so erzählt man sich, soll auch oft in der Nacht zum nahen Dorf Warnow gegangen sein, um sich im Wirtshaus heimlich Bier abzuzapfen. Um ihn daran zu hindern, legte der Wirt einen Kreuzdorn unter die Türschwelle. Darüber konnten Joop und alle anderen kleinen Geister nicht hinweg, und der Wirt musste nicht mehr über verschwundenes Bier klagen.

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